Erbbaurecht

Um Eigentümer eines Hauses zu werden, muss man in Deutschland nicht unbedingt ein Grundstück besitzen. Das deutsche Erbbaurechtsgesetz (ErbbauRG) ermöglicht es auf oder unter der Oberfläche eines fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben. Der Grundstückseigentümer als Erbbaurechtsgeber räumt dem Berechtigten über einen bestimmten Zeitraum das Recht ein auf seinem Grundstück ein Bauwerk (auch Eigentumswohnanlagen) zu errichten. In der Regel sieht ein Erbbaurechtsvertrag eine Nutzungsdauer zwischen 60 und 99 Jahren vor. Der Hausbesitzer zahlt dem Erbbaurechtsgeber einen Erbbauzins, der ähnlich einer Pacht, regelmäßig gezahlt wird. Das Erbbaurecht wird im sogenannten Erbbaugrundbuch festgeschrieben und kann somit wie ein Grundstück verkauft, belastet oder vererbt werden. Das Erbbaurecht hat viele Vorteile. So ermöglicht es finanziell schlechter gestellten Bevölkerungsgruppen den Bau eines Eigenheims. Bodenspekulationen sind auf Erbbaurechtsgrundstücken nicht möglich, da der Erbbaurechtnehmer zum Bau eines Hauses verpflichtet ist.

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