Erbbauzins

Der Erbbauzins ist das Entgelt, den man als Erbbauberechtigter dem Erbbaurechtgeber für die Überlassung seines Grundstücks entrichten muss. Die rechtliche Grundlage bilden §§ 9 u. 9a Erbbaurechtsgesetz (ErbbauRG). Der Eigentümer eines Grundstücks kann die Höhe des Erbbauzinses frei festsetzen. In Deutschland ist ein Erbbauzins in Höhe von durchschnittlich 3 bis 6 Prozent üblich. Dieser Betrag muss jährlich/monatlich über die gesamte Vertragslaufzeit gezahlt werden. Der Erbbauzins kann variieren, sofern dies in einer sogenannten Wertsicherungsklausel im Erbbaurechtsvertrag geregelt ist. So kann sich der Erbbauzins an sich ändernde wirtschaftliche Gegebenheiten anpassen. In der Wertsicherungsklausel ist festgeschrieben, welche Berechnungsgrundlagen herangezogen werden, um den jeweils aktuellen Erbbauzins zu errechnen.


Der Erbbauzins ist ein reallastartiges Recht, dass im Grundbuch als dingliche Erbbauzinsreallast eingetragen wird. (v. Oefele – Handbuch Erbbaurecht, 6. Auflage § 6 Rn 14/15).

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