Zeitablauf

Das Erbbaurecht kann auf zwei Arten erlöschen: regulär nach Ablauf der Laufzeit, die im Erbbaurechtsvertrag vereinbart wurde (in der Regel 60 bis 99 Jahre) oder vor Ablauf der Vertragslaufzeit durch Vollzug des Heimfalls und der einseitigen, abstrakten, Willenserklärung des Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt (§ 26 ErbbauRG).


Die auslösenden Bedingungen für den Heimfall erfolgt meist wegen Vertragsverletzungen durch den Erbbaurechtnehmer. Die Übertragung des Erbbaurechts durch Heimfall auf den Grundstückseigentümer begründen damit noch nicht die Auflösung des Erbbaurechts.


Nach dem Erlöschen des Erbbaurechts durch Zeitablauf fällt das Erbbaurecht und das auf dem Grundstück errichtete Bauwerk regulär in den Besitz des Grundstückseigentümers. Dieser muss dem Erbbauberechtigten eine Entschädigung zahlen. Alternativ kann das Erbbaurecht auch verlängert werden.

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